Rundgang Quer durch Akko

Rundgang Quer durch Akko


 

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Der Verzauberte Garten und der Hof der Al-Jazzar-Festung
Der private Park des Herrscherpalastes von Akko während der ottomanischen Periode. Der Park schließt im Osten an den Herrscherpalast an, war von Mauern umgeben und stand ausschließlich der Familie des Herrschers offen.
Während der Kreuzfahrerperiode war dieser Bereich Teil des Viertels der Hospitalier, einem militärischen Mönchsorden, der an diesem Ort sein Hauptquartier in Akko hatte.
Die Fikus-Bäume im Hof wurden vermutlich in der Zeit des britischen Mandates gepflanzt.
 
 
 
Der Weiße Markt 
Ein überdachter Markt am Zugang zur Stadt, westlich des landseitigen Tores. An seiner östlichen Seite wurde ein großer Sabil (Trinkquelle) errichtet, der alle durch das Tor Einreisenden mit Wasser versorgte.
Der Markt wurde an dieser Stelle ursprünglich von Daher Al-Omar, dem ersten Herrscher Akkos, errichtet. Während der Belagerung Akkos durch Napoleon Bonaparte wurde der Markt zerstört und zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut. 
 
 
 
Hier teilt die Route sich auf.
Sie können den Weg zur Al-Jazzar-Moschee fortsetzen oder zum Versiegelten Markt gehen.
 
 
 
Die Al-Jazzar-Moschee
Dies ist die Hauptmoschee von Akko, erbaut von Al-Jazzar (1775-1801). Eine der wichtigsten und schönsten Museen in Eretz Israel. Sie steht inmitten eines großräumigen Hofes umgeben von Dutzenden Studienzimmern, in welchen die Midrassa (Hochschule für religiöse Studien) untergebracht ist. Im Innenhof befinden sich außerdem eine alte Sonnenuhr, sowie das Mausoleum Al-Jazzars und seines Nachfolgers. Die Moschee wurde über eine große Zisterne errichtet (nicht für die Öffentlichkeit zugänglich). Am Fuße der Stufen am straßenseitigen Eingang zur Moschee steht ein marmornes Reinigungsbecken. Es wurde im Jahre 1814 anlässlich der Fertigstellung des Aquäduktes Akko-Kabri von Suleiman, den Herrscher von Akko, erbaut.
 
 
Das Okashi-Museum
In der Altstadt von Akko, in einem Gewölbebau aus der ottomanische in Periode, ist das Okashi-Museum zu Hause.
Das Museum zeigt Wechselausstellungen israelischer Kunst neben der Dauerausstellung der Werke des verstorbenen Künstlers Avshalom Okashi, der zu den wichtigsten israelischen Malern zählte.
Die meisten Jahre seines Lebens verbrachte der Künstler in Akko, wo er seine Malerwerkstatt einrichtete, die nach seinem Tod in das "Okashi-Museum" umgewandelt wurde.
 
 
 
Der Serail 
Das Regierungsgebäude (Hauptquartier) der Ottomanen in der Altstadt von Akko. Ein beeindruckendes, um einen zentralen Innenhof errichtetes Gebäude, das heute als Gemeindezentrum dient. Das ottomanische Gebäude wurde über den Überresten der St.-Johannes-Kirche errichtet, die Hauptkirche des Hospitaliterordens in Akko aus der Kreuzfahrerzeit (13. Jahrhundert). 
 
 
 
Der türkische Hamam – Hamam Al-Baschi
Ein prächtiger Hamam aus der ottomanischen Periode, in den Jahren 1781 bis 1782 erbaut von Al-Jazzar, dem Herrscher von Akko. Der Hamam wurde bei einem Erdbeben zerstört und Anfang des 19. Jahrhunderts neu erbaut. Der Hamam diente dem muslimischen Bürgern der Stadt. In der Stadt gibt es in der Nähe des Hafens einen weiteren öffentlichen Hamam sowie im jüdischen Viertel neben der Synagoge in der Altstadt einen privaten jüdischen Hamam. Ein Hamam besteht aus einem Raum mit einer unter dem Fußboden angelegten Heizung, die ein großes Wasserbecken erhitzt, aus dem heiße Wasserdämpfe in den heißen Raum und in die Behandlungszimmer des Hamann geleitet wurden.
 
 
Der türkische Basar 
Ein überdachter Markt, erbaut während der Herrschaft Al-Jazzars (1775-1801). Dieser städtische Markt diente den Bewohnern der Stadt und ihren Besuchern. Gemeinsam mit Basar, Hamam, Serail und Moschee bildete er einen Teil des urbanen Zentrums Akkos. Hier wurden die Bewohner von den Behörden mit allem Nötigen versorgt.
 
 
 
Der Versiegelte Markt 
Der Versiegelte Markt befindet sich am östlichen Ende des türkischen Basars und war ein integraler Teil davon. Im Laufe der Zeit wurde dieser Teil des Basars vernachlässigt und diente als Teil des Gassensystems der Altstadt lediglich als enger und dunkler Durchgang. So hat er seinen Namen erhalten.
 
 
Der Markt 
Diese von Geschäften gesäumte Straße windet sich von Norden nach Süden durch die Stadt. Dieser lebendige und farbenfrohe städtische Markt bildet heute das Handelszentrum der Stadt. Neben Geschäften für Fisch, Fleisch, Gewürze und Gemüse finden sich hier auch Parfümerien und Souvenirläden.
 
 
Die Ramhal-Synagoge
Rabbi Mosche Chaim Luzato, ein italienischer Weiser, ließ sich im Jahr 1743 mit seiner Familie in Akko nieder. Eine seiner wichtigsten Werke war das Buch "Mesilat Jescharim". Im Alter von nur 36 Jahren erlag er in Akko einer Seuche. Luzato wohnte vermutlich im jüdischen Viertel der Stadt, in der Nähe einer kleinen Händlergemeinde. In diesem Viertel wurde auch eine Synagoge errichtet, die Daher Al-Omar (1750-1775) konfiszierte, nachdem er sich der Stadt bemächtigt hatte. Die Juden erhielten ein alternatives Gebäude zur Nutzung als Synagoge, das bis heute erhalten ist.
 
 
Das Farchi-Haus
Chaim Farchi stammte aus einer wohlhabenden damaszener Familie (1760). Al-Jazzar, der Herrscher von Akko, engagierte ihn als Finanzminister und rechte Hand. Der vielseitig talentierte Chaim Farchi trug sehr viel zur Entwicklung der Wirtschaft und der ottomanischen Herrschaft in Eretz Israel bei. Als Jude setzte er sich gegenüber den Regierenden oft für die jüdische Bevölkerung Akkos und Eretz Israels ein und wurde als 'Minister der Juden' bezeichnet. Chaim Farchi wurde im Jahr 1790 in seine Position berufen und diente dem Regime noch viele Jahre nach dem Tode Al-Jazzars, doch letztendlich wurden ihm und seiner Familie ihre jüdische Abstammung zum Verhängnis. Chaim Farchi wurde im Jahr 1820 durch Abdallah, dem Herrscher von Akko, ermordet und seine Leiche ins Meer geworfen. 
 
 
 
Die Marina im Hafen von Akko
Die heutige Marina befindet sich im Bereich des antiken Hafens in der Altstadt von Akko.  Östlich der südlichen Mole steht der Fliegenturm, der antike Wachturm des Hafens am Ende der antiken Mole. Der Hafen von Akko war in der Antike der wichtigste Hafen von Eretz Israel: Er wurde während der hellenistischen Periode im 3. Jh. v. d. Z. erbaut und ist in seiner Grundform bis heute erhalten geblieben. Er diente Eretz Israel als Tor zum Meer. Hier landeten die Truppen des Römers Titus Vespasianus auf ihrem Weg zur Niederschlagung des Großen Aufstands. Im Mittelalter diente Akko den Kreuzfahrern (1104-1291) als wichtigster Hafen für die mit Waren, Soldaten und Pilgern beladenen Schiffe aus dem gesamten Mittelmeerraum.
 
 
 
Der Khan Al-Umdan
Ein ottomanischer Händler-Khan, errichtet im Jahr 1782 von Al-Jazzar. Der Khan erstreckt sich über zwei Stockwerke, die um einen zentralen Innenhof errichtet wurden. Im Erdgeschoss befand sich das Zollhaus des Hafens sowie die Lagerräume der Händler. Im zweiten Stock waren Gästezimmer untergebracht. Während der Kreuzfahrerperiode hatte hier ein ähnliches Gebäude gestanden, das jedoch vollständig zerstört wurde. Die Bezeichnung des Khan ist von den Säulenreihen abgeleitet, die den offenen Innenhof umgeben. Es handelt es sich zum Großteil um eine Zweitverwendung von Granitsäulen, die von archäologischen Stätten wie beispielsweise Caesarea hergebracht wurden. An der Nordseite des Khan wurde im Jahr 1906 ein Uhrturm angebaut, der Abdul Hamid II, dem Sultan des ottomanischen Imperiums, zu seinem 30. Regierungsjahr gewidmet wurde.
 
 
Der Templertunnel
Die Templer waren ein militärischer Mönchsorden, der europäischen Pilgern bei ihren Reisen zu den Heiligen Stätten Schutz anbot. Am westlichen Ende des Tunnels wurde die Hauptfestung des Ordens in Akko errichtet.
Der Tunnel erstreckt sich auf einer Länge von 350 m von der Tempelfestung bis zum Hafen. Der untere Teil ist in den natürlichen Felsen gehauen, der obere Teil aus Werkstein erbaut. Der Tunnel diente als strategische Passage zwischen der Festung und dem Hafen.
 
 
Die südliche meerseitige Mauer
Die Mauer wurde errichtet im Jahr 1750 durch Daher Al-Omar nach der erneuten urbanen Besiedlung Akkos während der ottomanischen Periode. Im Laufe der Belagerung Akkos durch die Armee des ägyptischen Herrschers Muhamed Ali, der in den Jahren 1840-1832 in Akko herrschte, wurden die Mauern schwer beschädigt. Im Anschluss an diese Belagerung wurden die Mauern restauriert.
 

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