Marina und Fischereihafen

Marina und Fischereihafen

Der Hafen von Akko



Der erste Hafen von Akko lag vermutlich im unteren Abschnitt der Na'aman-Mündung. Der Hafen wird zum ersten Mal im Kontext mit dem ägyptischen Eroberungsfeldzug des Kambyses in den Jahren 527-525 v. d. Z erwähnt, in dessen Verlauf hunderte von Schiffen in Akko anlegten, die Truppen, Pferde und Versorgungsgüter transportierten. Die schon damals errichtete südliche Mole zeugt für die Verwendung von Akko als Basis für eine Flotte dieser Größenordnung.
 
Der Hafen während der frühen islamischen Periode
Mit Begründung der Ummayaden-Dynastie zur Zeit Muawiyas wird der Hafen von Akko erneut erwähnt. Der Sultan Muawiya hatte beschlossen, die Küstenortschaften als Teil seiner meeresbezogenen Politik zu befestigen. Sie führte letztlich zur Einnahme Zyperns, welches in das muslimische Imperium integriert wurde. In diesem Zusammenhang wurde im Hafen von Akko eine große Werft errichtet, die aber nur kurzfristig Bestand hatte. Der ägyptische Herrscher Ahmad ibn Tulun (868-884) annektierte Palästina und einen Großteil Syriens. Als Teil der Reorganisation seines Königreichs beschloss er, den Hafen und die Festungen von Akko ähnlich wie Sur zu restaurieren.
 
Der Hafen während der Kreuzfahrerperiode
Während der Herrschaft der Kreuzfahrer nahm die Bedeutung des Hafens von Akko zu. Die maritime Verbindung des Kreuzfahrerreichs zum Westen beruhte auf diesen Hafen, der für seine Existenz unerlässlich war. Obwohl die Aktivität im Hafen auf die Monate Mai-Oktober beschränkt blieb, wurden gewaltige Flächen zur Lagerung von Waren und Ausrüstung für die Kreuzfahrerhgerbergen sowie zur Reparatur und Lagerung von Schiffen benötigt.

Während der ottomanischen Periode
Die Ottomanen vernachlässigten den Hafen nach der Eroberung von Akko. Er diente lediglich als Anlegeplatz für Fischereiboote. Zeichnungen von Reisenden aus dem 18. Jh. beschreiben die südliche Mole und die Kreuzfahrermauer, deren Überreste hoch hinauf ragen.
Auch das befestigte Gebäude auf dem Fliegenturm ist erhalten. Darauf wurde eine Moschee errichtet. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts versuchte Daher al-Omar die Stadt zu restaurieren und zu befestigen. Es scheint, als wäre es ihm gegen Ende seiner Tage gelungen, den Hafen in einen Zustand zu versetzen, der den Segelschiffen ermöglichte, anzulegen und Waren zu laden. Dies war Teil seiner Politik zur Entwicklung des Seehandels.
Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde der Hafen in einem ordnungsgemäßen Zustand gehalten und wurde häufig von der ägyptischen Flotte von Mohammed Ali und Ibrahim Pascha genutzt. 1840 wurde der Hafen durch Artilleriebeschuss durch britische und österreichische Flotte zerstört. Die Mauer der südlichen Mole und der Fliegenturm wurden dabei beschädigt.


Der Pilger-Hafen
Das Heilige Land zog schon im frühesten Zeiten Pilger an, hauptsächlich Juden und Christen. Viele von ihnen betraten das Land über den Hafen von Akko. Der Status von Akko verbesserte sich insbesondere nach der Eroberung durch die Kreuzfahrer im Jahr 1104, die den Hafen zum wichtigsten Tor nach Palästina ausbauten.
 


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