Khan & Palast-Rundgang

Khan & Palast-Rundgang

 

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Khan A-Shawarda
Der östliche Teil des Khan integriert einen Teil der Stadtmauer von Akko, auf der der Bucht von Akko zugewandten Seite. Der Khan wurde vermutlich zur Zeit des Daher Al-Omar gebaut. Er wurde im 19. Jahrhundert um einen zentralen Innenhof herum errichtet, in dessen Mitte sich sich ein Sabil (Trinkbecken) sowie eine Viehtränke befinden. Der Khan ist umgeben von einstöckigen Geschäften in der Nähe des landseitigen Tores und diente als Groß- und Einzelhandelsmarkt für unterschiedliche Handwerker. In seiner südöstlichen Ecke befindet sich ein antiker Turm aus der Kreuzfahrerperiode, der heute als Burj Al-Sultan bezeichnet wird.
 
 
Khan Al-Franj
Ein Khan für Händler in der Nähe des Hafens, errichtet auf zwei Stockwerken um einen zentralen Innenhof herum. Der Khan wurde auf den Überresten eines ähnlichen Khan für Händlers aus der Kreuzfahrtperiode errichtet - dem Khan der Venezianer. Der Bau des heutigen Khan erstreckte sich vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Damals wurde er als 'Khan der Franken' bezeichnet, weil er Vertretern ausländischer Händler diente, die im Hafen von Akko ihren Handel trieben. Zu ihnen zählten Italiener, Franzosen, Holländer und Engländer. Im seinem nördlichen Abschnitt befinden sich heute eine Kirche und eine Schule des Franziskanerordens. 
 
 
Khan A-Shuna
Dieser Khan für Händler stammt aus der Zeit des Daher Al-Omar, einem Beduinen-Herrscher aus Galiläa, der sich des Getreide- und Baumwollhandels im gesamten Galiläa bemächtigte, sich gegen die ottomanische Herrschaft auflehnte und Akko zu seiner Hauptstadt machte. Der Khan wird als 'Getreide-Khan' bezeichnet. Hier sammelte Daher Al-Omar die Ernten vor deren Ausfuhr nach Europa. An dieser Stelle befand sich während der Kreuzfahrerperiode das Pisanische Viertel. Im östlichen Tor des Khan findet sich eine Inschrift mit dem Jahr der Errichtung des Khan, 1764, durch Daher Al-Omar.
 
 
Khan Al-Umdan
Ein großer Khan für Händler in der Nähe des Hafens, der dem internationalen Handel diente. Im Hafen eintreffende Händler löschten ihre Waren in den Lagerräumen auf der ersten Etage des Khan, und schliefen in den Zimmern in der zweiten Etage, die als besonderes Hotel fungierte.
Der Khan war gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Ahmad Al-Jazzar errichtet worden. Er ruht auf einer Reihe von Granitsäulen aus verschiedenen Orten in der Region.
 
 
Der Genua-Platz
Ein öffentlicher Platz mit einem kleinen Springbrunnen in seiner Mitte. Öffentliche Plätze sind bezeichnend für die Struktur mittelalterlicher Städte sowie der Städte im Nahen Osten - die aus dicht besiedelten und in sich geschlossenen Wohnvierteln bestehen, mit öffentlichen Plätzen an den Übergängen. Während der Kreuzfahrerperiode bildete dieser Platz den Übergang zwischen dem Viertel der Templer im Süden und dem Genueser-Viertel im Osten. Das weiße Gebäude im westlichen Teil des Platzes ist ein heiliger Ort für die Bahai. Dort weilte der Stifter ihrer Religion in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, während er in Akko unter Hausarrest stand. 
 
 
Paläste Hotel Effendi
Ende des 18. und im Laufe des 19. Jahrhunderts erfährt Akko eine Zeit erneuerter wirtschaftlicher Blüte. Der Hafen von Akko wurde zu einem Exporthafen für Waren wie Baumwolle, Öl und andere Waren, für die Europa hohe Nachfrage herrschte. Nachdem die Mauern von Akko der Expedition Napoleon Bonapartes ein Ende gesetzt hatten, gewann die Stadt Ruhm als zentrale Regierungsstadt des ottomanischen Imperiums in Galiläa. In ihrem Bereich siedelten reiche Händler an, die prächtige Bauten errichteten (Paläste). Diese großzügig ausgelegten Gebäude enthielten Gästezimmer und einen zentralen Salon (Diwan). Sie wurden mit importierten Marmorkacheln ausgelegt und viele von ihnen enthielten Holzdecken, die von türkischen und aus den Ländern Europas angereisten Künstlern mit Malereien dekoriert wurden. Heute befindet sich hier ein einzigartiges Boutique-Hotel.

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