Der Jüdische Rundgang

Der Jüdische Rundgang

 

5000 Jahre Geschichte - von Erzvater Abraham bis in die Gegenwart
 
Im Norden des Landes, an der Küste des Mittelmeers, liegt eine zauberhafte Stadt mit einem reichhaltigen und vielfältigen kulturellen Gewebe und einer antiken Geschichte - dies ist Akko.
Akko ist eine wichtige Stadt, die zahlreiche Umwälzungen und wechselnde Herrscher erlebt hat, deren jüdische Bevölkerung jedoch durchgehend bestehen blieb.
 
Im Jerusalemer Talmud heißt es: Als die Sintflut die Küste Akkos erreichte, befahl Gott: „Bis hierher (hebräisch: Ad Koh) sollst du kommen und nicht weiter“ (eine Paraphrase des Wortlauts im Buch Hiob 38,11: „Bis hierher (ad poh) sollst du kommen und nicht weiter“). „Koh“ und „Poh“ sind Synonyme für „hier“. Vermutlich ist der Name der Stadt darauf zurückzuführen: Ad koh = Akko.
 
Akko war dank ihres natürlichen Hafens das Eingangstor nach Eretz Israel und genoss die Ehre, dass zahlreiche große jüdische Persönlichkeiten durch Akko kamen und sich dort niederließen.  Der jüdische Erzvater Abraham, der Vater der Nation, zog auf dem Weg von Haran nach Eretz Israel durch Akko. Die Hasmonäer Jonathan und Simon bekämpften die Griechen heldenhaft in den Toren der Stadt.
 
Während der römischen Periode lebten zahlreiche Schriftgelehrte (Tannaim und Amoraim, die Kodifizierer der Mishna und der Gemara) in der Stadt, unter anderem: Raban Gamliel, der im Badehaus der Aphrodite badende, und Rabi Aba, der die Felsen Akkos küssende.
 
Während der Kreuzfahrerperiode trafen zahlreiche Rishonim (die „Ersten“ Gesetzesgelehrten aus dem 11. bis 15 Jahrhundert) in Akko ein, unter anderen: Rambam (Akronym für: Rabbi Moses Ben Maimon), Ramban (Akronym für: Rabbi Moses Ben Nachman), Rabbi Jechiel aus Paris, gemeinsam mit 300 Rabbinen und Gesetzeskommentatoren.
 
Im 18. Jahrhundert erobern die Ottomanen die Stadt. Während ihrer Herrschaft blüht die jüdische Gemeinschaft auf und es treffen die Achronim (die „Letzten“ Gesetztesgelehrten aus dem 14. bis in die späte Neuzeit) ein, unter anderen: Rabbi Chaim Ben Atar, Rabbi Nachman von Breslau, sowie der treue jüdische Assistent des Al-Jazzar, Rabbi Chaim Farchi.
 
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten die Briten das Mandat über Eretz Israel. Sie benutzen die Festung von Akko als Gefängnis für die jüdischen Untergrundkämpfer, die heldenhaft für die Errichtung des Staates Israel gekämpft haben. Sie setzen ihren Kampf innerhalb der Gefängnismauern fort und werden durch eine waghalsige Aktion befreit.
 
Im Unabhängigkeitskrieg, während der Operation Ben Ami, wird die Stadt von der Fremdherrschaft befreit und gewinnt ihre Eigenständigkeit.
 
Der Rundgang führt uns durch die verzauberten Gassen der Stadt, wo uns die Steine von den Ereignissen der Vergangenheit erzählen:
Wir kämpfen gemeinsam mit den Hasmonäern gegen den griechischen General, tauchen gemeinsam mit Raban Gamliel im Badehaus, segeln mit Nikanor (ein General der Seleuziden während des Hasmonäer-Aufstands) auf dem Meer vor Akko, spazieren über die besonderen Märkte der Stadt und lassen uns von den Düften der Gewürze und Speisen verzaubern. Wir besuchen die Ramhal-Synagoge, durchbrechen die Mauern des Gefängnisses gemeinsam mit den eingesperrten Untergrundkämpfern und schließen ab mit der Befreiung der Stadt während des Unabhängigkeitskrieges.

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Plan der Altstadt von AkkoPlan der Altstadt von Akko bei Google

 

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Western Galilee College (Midreschet HaGalil HaMa'arawi)
Fax: 1-534-9918867
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